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Autoren: Cheryl Benard, Edit Schlaffer Produktinformation Broschiert Verlag: Rowohlt TB-V., Rnb. ISBN: 3499191970
Kundenrezensionen Kopf statt Herz bringt weniger Schmerz Frauen handeln vollkommen irrational. „Da stand er und schaute kalt und arrogant in die Gegend. Er war mir zutiefst unsympathisch." So beschreiben sie die erste Begegnung mit dem Mann, den sie später geheiratet haben. Und an dessen Seite sie schrecklich unglücklich werden, weil er so kalt und arrogant ist. Männer handeln vollkommen irrational. Sie verlieben sich in eine Frau, weil sie frech und unabhängig ist, und dann verbringen sie die nächsten Jahre damit, ihr diese Eigenschaften auszutreiben. Und wenn sie das geschafft haben, sind sie gelangweilt und trennen sich von ihr. Männer. Geschädigt durch ihre Erziehung, in das strenge Korsett der Männlichkeit gezwängt, können sie ihre Gefühle nicht ausdrücken. Wie durch einen bösen Zauber sind sie dazu verdammt, mürrisch und verschlossen durchs Leben zu gehen. Es sei denn, eine liebende Frau nimmt sich ihrer an. Das sagen die einen. Frauen. Geschädigt durch ihre Erziehung, fühlen sie sich von neurotisch gestörten Männern magisch angezogen, sind sie geradezu süchtig nach dem schwierigen, dem unangenehmen Mann. Das glauben die anderen. Es ist verwunderlich, dass unter solchen Bedingungen überhaupt eine Ehe funktioniert. Und wenn, warum? Oder: zu wessen Lasten? Cheryl Benard und Edit Schlaffer haben viele Paare - mit und ohne Trauschein - interviewt, die ihre Beziehung durchweg als „gelungen, glücklich, zufrieden stellend" bezeichnen. Und dennoch ergab sich in fast allen Fällen das gleiche Muster: Die Frauen haben ohne Unterlass an dieser Beziehung gearbeitet, bis sie entweder zu einem farblosen Anhängsel geworden waren, in der Nervenklinik landeten oder von ihm betrogen wurden. Die stabilen Verbindungen dagegen gründeten sich ganz klar auf dem Gleichgewicht der Macht, auf pragmatischen Überlegungen und dem unbeirrten Abwägen von Vor- und Nachteilen. Die Folgerungen für die Frauen liegen klar auf der Hand: Nicht an dem Mann herumarbeiten - oder an sich selbst, um sich passend zu machen. Genau hinhören, Warnungen beherzigen, ihm glauben, wenn er sich als kühl, egoistisch und erfolgsorientiert darstellt. Und überlegen, ob man so einen denn will...
Wundervoll! Alle drei Bücher dieser Autorinnen habe ich verschlungen. Sie sind aus mehreren Gründen hervorragend: Das "ewige Thema" Mann und Frau wird jedesmal aus einem frischen Blickwinkel präsentiert. Frauen werden zu mehr Selbstverantwortung und zum "eigenes Leben in die Hand nehmen" aufgerufen. Die Ausführungen sind nachvollziehbar und genau recherchiert. Was ich aus diesem Buch "mitgenommen" habe, ist die Erklärung, warum es wichtig ist, dass Frauen ihren Beruf nicht aufgeben und ihr eigenes Leben leben, und warum gerade dann auch die Beziehungen zu Männern besser funktionieren. Denn auch in Ehen, in denen der (alleinverdienende) Mann sehr großzügig ist und die Frau nicht spüren lässt, dass es eigentlich "sein Geld" ist, hat die Frau i.d.R. ein unbehagliches Gefühl und ist de facto "abhängig". Sehr befreiende, wohlmeinende Gedanken, wie alles, was ich bislang von den beiden Autorinnen gelesen habe. Wenn das der Standard der "Ratgeberliteratur" wäre (und ich empfinde diese Bücher nicht als klassische Ratgeber), hätte das Genre mit Sicherheit einen besseren - wenn nicht gar exzellenten - Ruf.
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